Grundlagen des Resellings

Die Zielgruppe der Reseller

Glasvitrine mit Sneakern

Ihr wisst nun, wie ein Reseller arbeitet und wie er Geld verdient. Doch wer kauft die Sneaker eigentlich zu dem hohen Preis ab? Das und warum es wichtig ist, seine Zielgruppe genau zu erkennen, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Das Konzept des Resellings ist im Grunde kein schweres. Etwas zu kaufen und dann teurer zu verkaufen ist, wie gesagt, das Grundprinzip hinter dem Handel  mit Gütern. Die Besonderheit am Sneaker-Reselling ist jedoch, dass das gehandelte Gut weder weiterentwickelt noch veredelt wird. Wirtschaftlich gesehen gibt es also keinen rationalen Grund, warum ein ökonomisch handelnder Mensch, dieses Gut teurer kaufen sollte. Wie kommt es also doch dazu, dass sich so viele um die teuren Sneaker reißen? Und wer sind diese Leute?

Um das zu verstehen, ist es sinnvoll, den Sneaker-Markt genauer zu betrachten. Limitierte Sneaker sind in erster Linie Sammler- und Liebhaberware. Das lässt sich am besten mit anderen Sammelobjekten wie Briefmarken oder seltenen Geldmünzen vergleichen. In der Regel ist niemand bereit, der die Objekte tatsächlich als Gebrauchsgegenstand nutzen möchte, so viel Geld zu zahlen. Auf die Sneaker bezogen wird also fast niemand, der sie überteuert kauft, auch selbst tragen.

Die Käufer der Reseller haben in der Regel zwei Motive, die hinter der enormen Zahlungsbereitschaft stecken. Meist sind es Sneakerfans oder Sammler. Für sie ist das Sneaker Sammeln, ähnlich wie bei Anderen das Sammeln von Münzen, ein Hobby. Das zweite Motiv ist die Spekulation. Ähnlich wie andere Sammlerware haben auch limitierte Sneaker durchaus Potenzial zur Wersteigerung. Somit hoffen die Spekulanten auf eine Wersteigerung oder einen Hype um die Produkte.

Warum man seine Zielgruppe kennen sollte

Seine Zielgruppe zu kennen ist wichtig, um den Vertrieb und das Marketing der Produkte zu optimieren. Sind beide optimiert, kann man zu einem höheren Preis verkaufen. Um die Produkte möglichst effektiv loszuwerden, sollte man die Abnehmer auf sich aufmerksam machen. Dafür eignen sich Social Media Kanäle wie Facebook Gruppen oder Instagram. Auf Instagram sollte man dringend eine eigene Geschäftsseite betreiben, da es dort eine riesige Sneaker Community gibt. Man kann dort seine Produkte kostenlos zur Schau stellen und werben. Es gibt also mehrere Möglichkeiten, neben StockX, seine Sneaker erfolgreich zu vertreiben. Gewinnt man über die Social Media Kanäle an Aufmerksamkeit, so kommen die Kunden letztendlich zum Käufer.

Was bedeutet das? Wir haben mehrere Sneakerfans, die ohnehin schon bereit sind, den hohen Reselling Preis zu zahlen. Kommen diese alle auf den Verkäufer zu, ist es möglich den Preis noch einmal höher zu treiben.

Am wichtigsten jedoch ist es, sich einen guten Ruf als Reseller auszubauen. Man sollte sich also von der Konkurrenz abheben. Durch zum Beispiel besonders schnelle Lieferzeiten, schnelle Kundenberatung etc. Dies kann man natürlich nur leisten, wenn man auch außerhalb von StockX verkauft. Falls ihr also wirklich groß im Reslling werden wollt, solltet ihr überlegen, ob es nicht sinnvoll ist auch außerhalb von StockX über andere Vertriebskanäle zu verkaufen, um dann letztendlich mit euren guten Rezensionen genug Bestandskunden zu haben, um eine eigene Internetseite mit E-Commerce Funktion zu eröffnen. Sozusagen euren eigenen Shop aufzubauen.