Grundlagen des Resellings

Reselling – Eine legale Verdienstmöglichkeit?

Regal mit Schuhen

Wie ihr seht, kann man im Reselling sehr viel Geld verdienen. Doch kann man dies auch ohne Angst vor Konsequenzen? Mehr dazu in diesem Artikel.

Ist Reselling legal?

Grundsätzlich ist Reselling als Solches legal. Ein Gut günstig zu kaufen und dann teurer zu verkaufen ist das Grundprinzip, auf dem die gesamte Wirtschaft basiert. Dies nutzen nämlich nicht nur Sneaker-Reseller, sondern auch sämtliche andere Unternehmen wie Supermärkte oder andere Einzelhändler. Folglich ist es nicht verboten.

Zum zweiten schadet das Reselling-Geschäft Unternehmen wie Nike und Adidas nicht. Im Gegenteil. Es fördert sogar ihre Bekanntheit und trägt zur Entstehung eines Hypes bei. Die Reseller helfen also indirekt bei der Vermarktung des Produktes, sodass der Absatz von der Unternehmen gefördert wird. Von daher besteht seitens der Unternehmen kein Grund, den Parallelmarkt rechtlich zu beschränken.

Besteuerung und Gewerbeanmeldung

Trotz der Legalität des Resellings, sollte man einige Dinge berücksichtigen. Genau wie bei jeder anderen Selbständigkeit, ist es nötig, ab einem gewissen Einkommen, Einkommens- und Gewerbesteuern zu zahlen. Dies ist beim Reselling nicht anders. Der Übergang zwischen privatem Verkauf und der verpflichtenden Anmeldung für ein Gewerbe ist hierbei nicht klar definiert. Natürlich ist es nicht nötig, bei gelegentlichem Verkauf von Sneakern (ein bis zweimal im Monat), nötig ein Gewerbe anzumelden. So lange der Wiederverkauf von Schuhen nicht das primäre Einkommen darstellt, ist es in der Regel auch nicht gewerbepflichtig. Man sollte sich trotzdem genaustens über Steuerfreibeträge und Besteuerungsgrenzen informieren. Hier gibt es genaue Richtlinien, die euch sagen, ab wann ihr ein Gewerbe anmelden müsst und wann ihr rechtlich zur Absetzung von Steuern verpflichtet seid.

Man sollte diesen Aspekt ernst nehmen, da euch im schlimmsten Fall eine Anklage wegen Steuerhinterziehung droht. Deshalb solltet ihr ab einem gewissen Einkommen, einen Besuch beim Steuerberater in betracht ziehen. Dieser kann euch genau sagen, was zutun ist.

Zudem gibt es für gewerbliche Händler gewissen Auflagen, an die sie sich halten müssen. So ist zum Beispiel je nach Geschäftsmodell verpflichtend, Gewährleistungen auf die Produkte zu geben.

Der schlechte Ruf des Resellings in der Sneaker-Szene

Die Zielgruppe der Reseller sind Sneakerheads. Also Sammler und Liebhaber, die bereit sind, den hohen Preis für die Sneaker zu zahlen. In Amerika gibt es mittlerweile schon eine große Community. Dort hat man sich damit abgefunden, die wirklich begehrten Sneaker nur überteuert von Resellern kaufen zu können. Der Reseller als solches ist somit in Amerika ein fester Bestandteil des Marktes geworden. In Deutschland hingegen, sind Reseller bei den Sneaker Liebhabern eher unbeliebt, was ja auch verständlich ist.

Diese Unbeliebtheit hat jedoch wenig bis keinen Einfluss auf den Absatz der Reseller, da es auch in Deutschland nicht an Abnehmern mangelt.

Warum Reseller Unternehmen helfen

Wie grade schon kurz angesprochen, fördern Reseller die Bekanntheit und den Absatz des Unternehmens. Doch wie funktioniert das genau? Jedes Unternehmen, auch große Modelabels wie Nike und Adidas, betreiben Marketing, um ihre Produkte in größeren Mengen verkaufen zu können. Das ist heutzutage nötig, da es ein Überangebot an sämtlichen Waren auf den Markt gibt. So ist das auch bei Schuhen. Es gibt unzählige Marken und Modelle. Also warum sollte ich mich genau für einen Schuh von Nike oder Adidas entscheiden? Diese Frage eindeutig zu beantworten ist Aufgabe der Marketingabteilung des Unternehmens. Das Ergebnis des Marketings sehen wir in Form von Werbung.

In diesem Fall fängt Marketing schon bei der künstlichen Verknappung an. Die Kunden sehen, dass der Schuh binnen weniger Sekunden ausverkauft ist. Also muss er sehr begehrt sein und etwas Besonderes haben, das andere Schuhe nicht haben. Ein Alleinstellungsmerkmal, welches ihn von allen anderen abhebt. Die geringe Verfügbarkeit und der damit suggerierte Wert, lösen in den Kunden das Bedürfnis aus, die Sneaker auch haben zu wollen. Also versuchen sie ihn auch zu bekommen. Die Nachfrage steigt also, während die Verfügbarkeit sinkt. Ein Kreislauf, an dessen Ende die Entstehung eines Hypes steht

Dies Reseller verstärken dieses Gefühl der Einzigartigkeit des Sneakers noch und erhöhen die Nachfrage. Die betreiben also indirektes Marketing für das Unternehmen. Es ist sozusagen als eine Bestätigung der Qualität des Herstellers zu sehen. Werbung für ein Produkt, welche nicht vom Hersteller selbst kommt, ist natürlich glaubwürdiger und trägt somit enorm zum guten Image des Unternehmens bei.